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Beuerbach-Gnadenthal
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Hinweis:

Dokumentation der "St.Katharinenkirche" zu Beuerbach
Dokumentation der „St. Katharinenkirche zu Beuerbach“ ist ausverkauft. Eine zu geringe Nachfrage macht eine neue Auflage zu teuer.

Dokumentation " Beuerbach einst und heute"  ist ebenfalls nicht mehr zu haben.

Dokumentation Hof Gnadenthal "vom Kloster über Domäne und Erbhof zur Kommunität"ist auch nicht mehr zu haben.



Zur Geschichte Hünstettens

Im Zuge der hessischen Gebietsreform schlossen sich ab 1972 die Gemeinden Bechtheim, Beuerbach, Görsroth, Kesselbach, Ketternschwalbach, Limbach, Oberlibbach, Strinz-Trinitatis, Wallbach und Wallrabenstein zur heutigen Gemeinde Hünstetten zusammen. Ein Name für die junge Gemeinde war schnell gefunden, liegen die zehn Ortsteile doch allesamt an der sogenannten "Hünerstraße" , einer Handelsstraße, die seit Jahrhunderten Wiesbaden und Limburg verbindet. Die Bezeichnung „Hühnerstraße“, stammt nicht von dem lieben "Federvieh", sondern geht vermutlich auf das keltische Wort „hön“ zurück, was soviel bedeutet wie „hoch“. Die Kelten (die Tapferen, die Edlen) ein nicht in sich geschlossenes Volk das aus verschiedenen kulturellen Gruppen bestand hatte sich etwa über das heutige Europas ausgebreitet. Die keltische Epoche wird mit der späten Hallstatt-Kultur (Zeitabschnitt der Eisenzeit 650–475 v.Chr.) gleichgesetzt. Nicht nur entlang der Hünerstraße findet man heute noch etliche hoch aufragende Silhouetten von Grabhügel, die Hügelgräber, größtenteils aus dieser Zeit, die früher irreführend als Hünengräber bezeichnet wurden. Ganz in der Nähe von Beuerbach im Wald zwischen Beuerbach und Ohren ist eines der größten Hügelgräbergebiet von Hessen mit ca. 258 Grabhügeln zu finden. Ein besonders großes Hügelgrab kann man heute noch deutlich erkennen, auf dem „Schanzenkopf “ an der Straße von Beuerbach nach Ohren. Die Bezeichnung Hühnerstraße ist demnach eine von Unkenntnis basierende Verfremdung einer Schreibweise und wurde nur im Volksmund so genannt.  In der Römerzeit war die geographische Lage vor dem Limes Grund für eine dichtere Besiedlung im heutigen Hünstetter Raum. Zwischen den Jahren 1250 und 1392 werden die Ortsteile erstmals urkundlich erwähnt.

Das Wappen der Gemeinde

Welche Elemente symbolisieren das Wappen der Gemeinde Hünstetten? Hier die amtliche Erklärung durch das Hauptstaatsarchiv vom Dezember 1979: Die Gemeinde Hünstetten entschied sich für die Schaffung eines völlig neuen Wappens, das für die neue Großgemeinde charakteristische und die einzelnen Teilgemeinden verbindende Symbole enthalten sollte. Als solche Symbole wurden das Hügelgrab und der Buchstabe "H" als Anfangsbuchstabe des Namens der neuen Gemeinde vorgeschlagen. Das Hügelgrab steht für die in der Gemarkung befindlichen vorgeschichtlichen Grabstätten, auf die auch die Namensgebung "Hünstetten" bereits hindeutet. Auf Wunsch der Gemeinde wurden in dem vorliegenden Entwurf 10, stilisiert in Form von Doppel-T-Kopfschäften dargestellte Hügelgrab aufgenommen, die die 10 Teilgemeinden repräsentieren sollen. Der Querbalken des "H" stellt gleichzeitig die das Gebiet der neuen Gemeinde durchziehende "Hühnerstraße" dar und trennt 4 der Ortsteile von den anderen 6 so wie dies den realen Gegebenheiten des Straßenverlaufs, aus Richtung Wiesbaden gesehen, entspricht. Der vorliegende Wappenentwurf, dem die Gemeindevertretung von Hünstetten ihre Zustimmung gegeben hat, wurde von dem Heraldiker Heinz Ritt in heraldischer wie auch in künstlerischer Weise einwandfrei ausgearbeitet. Das Hauptstaatsarchiv befürwortet daher den Antrag der Gemeinde Hünstetten auf Verleihung eines Wappens.

Beuerbach ( Einwohnerzahl 1.177 im Jahr 2006)

Beuerbach ist als Siedlung vermutlich schon weit über 1000 Jahre alt. Im Dorferneuerungsplan kann man nachlesen das bereits vor der Zeit von Karl dem Großen ( 800 – 1000 n.Chr.) zu beiden Seiten des Gossbaches ein Waldhufendorf entand. Man weiß, dass im Mittelalter eine Zeit (ca. 1000 bis 1200) mit sehr trockenem und warmen Klima herrschte  welches u.a. durch die Rodungen seine Ursache hatte, daraus folgend entstanden die „Bach-Siedlungen“, wie man heute noch in den meisten Dörfern erahnen kann da ein Bachlauf durch die Orte fliest. Urkundliche Erwähnung findet Beuerbach erstmals 1255, um danach eine wahre Namens-Odyssee zu erleben. Immer geht es um das heutige Beuerbach, wenn es ab Mitte des 14. Jahrhunderts wahlweise als Furbach 1361, Bewersbach 1368, Buirsbach und Furenbach 1405, Fuirbach 1408, Purbach 1427, Vuerbach 1439, Burpach 1494, Bürgbach 1499 oder Buerbach 1529 bezeichnet wird. In einer alten Landvermessungskarte von 1801-1820 ist der Name Bruchhausen erwähnt. Ab 1634 ist Beuerbach endgültig Beuerbach und es bleibt dann bei dieser Bezeichnung. Im 16.Jahrhundert hatte der Ort ca. 30 Haushalte und war somit größer als Wallrabenstein und Bechtheim. Das lässt sich durch ein Gerichtssiegel aus dem Jahr 1608 erklären. Es lassen sich auch vor dem 1500 Jahrhundert viele geistlicher und weltlicher Herrschaften nachweisen. So z.B. die Zisterzienserinnen vom Kloster Gnadenthal, das um 1235 gegründet wurde. Es war u.a. dem berühmten Kloster Eberbach im Rheingau unterstellt. Natürlich war es auch, dass Beuerbach unter den Einfluß des Klosters kam.  Aus einer Urkunde aus dem Jahr 1380 geht hervor das Beuerbach 30 Morgen Land in der Halbbaich (Hallbach) bebauen darf und Zins dafür bezahlte, welches 1594 an Beuerbach verkauft wurde. Um 1500 wurde in Beuerbach eine Wallfahrtskapelle als Stiftung einer Äptissin des Klosters errichtet; die St.Katharienen-Kapelle. Diese konnte wohl nicht ausreichend vom Kloster aus unterhalten werden, denn in Urkunden wurde später erwähnt, daß Beuerbach ein Waldgrundstück, die Katharinenhecke, übereignet wurde um die Kosten daraus zu tragen. Da diese Dokumente nicht eindeutig waren, gab es Anlass zu erheblichen Streitigkeiten mit Dauborn-Eufingen. Meist ging Beuerbach als Sieger hervor, da vermutlich die Herrschaft in Idstein stärker war als die in Diez. Gut 100 Jahre nach der Errichtung der Kapelle im Jahr 1669, erhielt sie eine Glocke mit der Inschrift „ Catharina heis ich – Thomotheus Hartz zu Heidelberg gos mich – in  die Kirch zu Beuerbach–Anno 1669. Die Glocke wurde 1793 in die neue Kirche übernommen, aber verschwand 1920 ungeklärt. Sie wurde in den 60er Jahren im Rathaus zu Eisighofen entdeckt und hängt heute, als zweitälteste Glocke des Untertaunus, im Turm neben der Beuerbacher Trauerhalle. Schon 1775 wurde auf die Baufälligkeit der Katharinen-Kapelle hingewiesen, aber erst 1791 wurde die alte Kapelle abgerissen und am Standort, weitgehend mit den alten Fundamenten, bis 1793 neu gebaut. Erwähnenswert ist, dass die Kosten für den Bau komplett durch den Holzverkauf aus der Katharinenhecke gedeckt wurden.

Beuerbacher Geschichte  Zusammengetragen von E.Deis 2017

1359 Vermutlich fällt die Gründungszeit in die zweite Hälfte des 12. Jahrhunderts, als Kaiser Friedrich Barbarossa wegen des Bevölkerungswachstums im Reich ein großangelegtes Siedlungsprogramm startete. Die erste gesicherte Erwähnung Beuerbachs findet sich aber erst in einer Urkunde vom 12.Dez. 1359. Mit einiger Wahrscheinlichkeit kann man auch auf eine Erwähnung im Zinsbuch des Klosters Gnadenthal aus dem Jahre 1328 (damals als „Furebaich“) verweisen. Die frühe Beuerbacher Geschichte ist eng mit Gnadenthal verbunden. Bereits 1361 wird in den Akten des Klosters der Besitz eines Hofgutes in Beuerbach erwähnt. Im Zinsbuch des Klosters von 1380/81 findet sich dann eine ausführliche Beschreibung der Verbindungen nach Beuerbach. Danach besaß das Kloster im Beuerbacher Feld in der Flur Hallbach (Beuerbachs bester Ackerboden; oberhalb der Neumühle) 30 Morgen Land, die an Beuerbacher Bauern verpachtet waren. Nach genauer Regelung der Pachtverhältnisse folgt sinngemäß: 

Wenn das Dorf keinen eigenen Priester hat, soll das Kloster für Beuerbach jeden 3. Sonntag eine Messe singen. Und wenn ein Mensch im Sterben liegt, soll ein Priester von Gnadenthal ihm Gottes Beistand gewähren. Auch soll das Kloster das Dorf alljährlich mit genügend Hostien versorgen. 

Da zu diesem Zeitpunkt sehr wahrscheinlich noch keine Kapelle in Beuerbach bestanden hat  werden die Beuerbacher wohl zur Messe ins Kloster gegangen sein. Dafür spricht auch die mittelalterliche direkte Wegeverbindung mit der Bezeichnung „Klosterpfad“.

1450 Bevor um 1450 n. Chr. Johann Gutenberg aus Mainz die Kunst des Buchdrucks erfand, wurden Urkunden und Texte von wenigen schriftkundigen Menschen, oft Mönchen in Klöstern, ausschließlich handschriftlich erstellt. Dabei schlichen sich natürlich gelegentlich Hör-, Vorlese- und Abschreibfehler sowie Verwechslungen ein. So ist die Bezeichnung „Vuerbach“ in einer Urkunde aus dem Jahre 1439 ein Übertragungsfehler. Die Original - Urkunde weist eindeutig „Buerbach“ aus. Die Ortsbezeichnung „Vuerbach“ gab es nie! 

Veränderungen von Ortsnamen waren zudem im MA an der Tagesordnung: „Beuerbach“ wandelte sich dabei nach den Urkunden und Akten des HHStAW und des StAD wie folgt: 

  • Furebaich (wahrsch. 1328, 1380 Abschrift) 
  • Furbach (um 1350, 1359, 1361, 1407, 1435) 
  • Burbach (1426, 1429, 1432, 1546), Abweichung Purbach (1427) 
  • Buerbach (1439, 1441, 1447, 1485, 1525) 
  • Beurbach (1510, 1512) 
  • Beuerbach (1500, 1529, 1555)

Schritte in die Neuzeit 

  • 1715 Neubau Schule auf dem Backes
  • 1820 Neubau der Schule, auf dem Backhaus (alte 1818 abgebrannt)
  • 1843-44 Bau der Goßbach-Überwölbung (Ausbau der Kanalstraße)
  • 1885-86 Straßenbau nach Wallrabenstein (Kühhohl)
  • 1875 Gründung des Männer-Gesangvereins
  • 1888 Ausbau der Straße nach Ohren
  • 1895 Antrag zum Bau der Straße nach Bad Camberg 
  • 1902-1904 Bau des „Vicinalweges“ zwischen Beuerbach und Camberg  
  • 1903 Gründung des Turnvereins-Beuerbach, August Müller Vorsitzender
  • 1907-1909 Bau der Wasserleitung mit Hochbehälter an der Kühhohl
  • 1911 Erster (öffentlicher) Fernsprecher bei der Poststelle.
  • 1912 Bau der Schule (heute Bauhof)
  • 1923 Stromversorgung des Dorfes durch die Neumühle (Hugo Neumann) 
  • 1934 Bau des Sportplatzes (heute Wurmberg), Ausbau Hauptstraße
  • 1952 Bau der ersten Gemeindehalle am alten Sportplatz mit Kindergarten 
  • 1953 Gründung des Heimat und Verkehrsverein
  • 1955 Einweihung des Kriegs-Ehrenmal
  • 1960 Abriss der „alten“ Schule
  • 1963 Anbau an die „alte“ Turnhalle
  • 1965 Einweihung „Hofmanns-Tempelchen“
  • 1968 Bau des neuen Hochbehälters an der Ohrener Straße 
  • 1969 Bau der Trauerhalle und Wasserhochbehälter an der Ohrener Straße
  • 1970-72 Abriss Engel, Kegelbahn, Weyerhäuser, Hofmann, Behelfsheim
  • 1978-80 Bau der Kläranlage am Wörsbach (Abwasserverband Idstein)
  • 1979-80 Neubau des Kindergarten
  • 1982 Bau des Beuerbacher Sees , Hochwasser  am 18. Mai 
  • 1985 Bau der neuen Gemeindehalle im Wiesengrund 
  • 1989-91 Bau des Sportgeländes in Beuerbach
  • 1998-97 Feuerwehr-Gerätehaus und Nebengebäude sind gebaut
  • 1996 Erweiterung des Kindergarten
  • 2003 100 jähriges Jubiläum des Turnvereins 

2004  Ortsumgehung Beuerbach kommt. Am 19. Jan. hat das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung mitgeteilt, dass auf Grund der vorliegenden gesamtwirtschaftlichen Untersuchungsergebnisse die geplante Ortsumgehung Beuerbach als Maßnahme des sog. ‚Weiteren Bedarfs’ angesehen wird und eine Finanzierung im Rahmen des Kommunalinteressenmodells (KIM) erfolgen könne. Wirtschaftsminister Rhiel hat das Amt für Straßen- und Verkehrswesen Wiesbaden (ASV) gebeten, eine Vereinbarung nach dem KIM-Modell zwischen Gemeinde und ASV vorzubereiten. Damit wird der Gemeinde eine zeitnahe Realisierung ermöglicht, wobei sie den Bau der Umgehungsstraße vorfinanziert. „Eine lange ‚Leidensgeschichte der Beuerbacher geht dem Ende zu“, freut sich Axel Petri über die Nachricht aus Wiesbaden. Bereits vor 27 Jahren wurde ein eingeleitetes Planfeststellungsverfahren für die Südumgehung der L 3031 eingestellt.

  • 2005 Umgehung Beuerbach wird freigegeben 
  • 2008 Radbrücken-Bau, Einweihung des Radweges Wörsbachtal-Emsbachtal
  • 2010 Bau der Urnenwand auf dem Friedhof, Sanierung MZ-Hall
  • 2017 Bau des Gemeindehaus an der Kirche, Ehrenmahl Verlegung zum Friedhof
Die Neumühle  Chronologie

Auch als Untermühle und Bendinger Mühle bezeichnet.

1622 Anfänglich als Öl – Papiermühle ohne eigenen Bannmahlwerk anzusehen

1630 Im Einwohnerverzeichnis ist erwähnt: Hans ehelicht Heintzen Tochter Agnesen

1648 Johann Heintzen noch als Beuerbacher Einwohner geführt

1653 Vermutlich ist die Mühle in den Kriegswirren zerstört worden

1689 Johannes Bendinger erhält Mühlenbrief für die Errichtung der neuen Mühle 

1693 Neuer Müller, Philipp Weiershäuser erhält Erneuerung des Mühlenbriefes

1713 Johann Martin Bendinger zahlt Zinsen an seinen Schwiegervater Philipp Weiershäuser

1732 Im Mühlenverzeichnis vermerkt, die Untermühle ist eine Privatmühle

1768 Verstarb Philipp Heinrich Bendinger, Söhne Johannes und Johann Adam

1769 Verstarb Johannes Bendinger, Witwe Anna und Schwiegersohn Philipp Pfennig übernahmen

1783 Johannes Bendinger jun. Übernahm die Mühle nach Tod seiner Mutter

1795 Plünderung der Mühle durch die Franzosen

1805 Starke Schäden an der Mühle wegen Überflutung

1808 Bendinger erhält Genehmigung  zur Errichtung einer Ölmühle (auch Rollmühle genannt)

1865 Erscheinen Eheleute August und Johannette Müller , später Sohn Theodor als Eigentümer

1910 August Rühl und Julius Keller erwarben die Mühle, bis 1915 war hier eine Gerberei (Lederfabrik)

1918 Betrieb einer Gärtnerei der Familie Fohrjahn ist gescheitert

1920 Neumann Hugo, Elektroingenieur erwarb die Mühle, Elektrizitätswerk installiert

1921 Stromversorgung für Beuerbach (bis etwa 1944), der Sohn verunglückt tödlich    

1946 Hugo Neumann und Albert Kaltwasser betreiben Pension und Gastwirtschaft

1966 Verkauf an Familie Decker, Pferdezucht und Gastwirtschaft, alles scheiterte

1972 Kauf der Neumühle von der Wieder-Vereinigungs-Kirche e.V.

2012 Neumühle ist im Umbau bzw. wird komplett renoviert durch Vereinigungs-Kirche e.V.

Quelle:  Mühlengeschichte Hünstetten-Beuerbach


Die Schornmühle Chronologie

Der Name kommt vermutlich von einer Flurbezeichnung „in den Scheheren“ (Scheren, Schern). Wurde auch Obermühle, Dinges-Mühle oder Thöngesen-Mühle (ehem. Besitzer Fam. Thönges) später auch Hardt`s-Mill genannt.

1476 Sicherer Nachweis der Mühle (aus Rechnung der Idsteiner Kellerei)

1576 erteilt Graf Balthasar von Wiesbaden-Idstein dem Philipp Müller den Mühlenbrief.

1634 Erbverleihung an die Witwe von Marx Müller, der in dem Jahr verstarb.

1653 Erwähnung der Untermühle, auch Bendinger Mühle (heute Neumühle)

1675 Die zerstörte Mühle durch den 30 jährigen Krieg geht an Wilhelm Gerhard

1678 Verkauf der wieder erbauten Mühle an Arnold Gerhard, Unterpacht an Johannes Seipel

1693 Johann Jakob Thönges (Dinges, Denges) erhält Erbverleihung durch Wilhelm Gerhard

1726 Übergabe der Schornmühle an Sohn Peter Dinges

1744 Teil der Mühle wird neu aufgebaut (in Brand gesteckt von der Birnschulzen-Rotte)

1772 verstarb Johann Peter Thönges, Sohn Johann Philipp Thönges übernahm die Mühle

1781 Anna Magdalena Thönges, Tochter, heiratet Johann Jakob Müller und kaufen die Mühle

1799 Philipp Heinrich Scherer mit Frau Anna Magdalena bewirtschaftet die Schornmühle

1804 Anna Magdalena Scherer (Witwe) ist Besitzerin der Mühle

1891 Peter Martin verheiratet mit Johannette Müller kauften die außerbetriebliche Mühle

1903 Wilhelm Hardt und Frau Auguste Hardt (geb. Martin) übernehmen die Mühle

1938 Die Mühle wird von Georg Dotterer und Erna Dotterer (geb. Hardt) übernommen

1947 Ein Wohnhaus neben der Mühle wird gebaut, weil Einsturzgefahr bestand

1959 Aufstockung des Hauses nach der Straße hin

1971 Rudi Diehl und Frau Adelheid (geb. Dotterer) übernehmen die Schornmühle

1971 Anbau für Bad, Speisekammer und ein Zimmer wurden errichtet.

1971 Scheune stürzt ein nachdem Tiefflug eines Militärflugzeuges

1988 Neue Wasserleitung wird zum Haus gelegt und der Stollen zur Zisterne wird erneuert

2012 Rudi und Adelheid Diehl wohnten bis dato in der Schornmühle

2014 Die Mühle wird verkauft, Familie Diehl zieht nach Bad-Camberg

Quelle: Chronik-Schornmühle, Adelheid Diehl.


Beuerbach`s Turnhalle und der Sportplatz PDF (dokumentiert vom Jugendclub-Beuerbach 1984)

Beuerbach und das 3.Reich PDF (zusammengestellt von R.Wuscheck, Görsroth, Aug.2004)

Mehr über Beuerbach hier PDF ( von der Gem.Hünstetten)

Beuerbacher Ortsplan  PDF ( Plan von 1835 / 1978)


Das "Beuerbacher" Wappen

Auf dem folgenden Link ist eine Dokumentation, die etwa von 1955 stammt und einen Gedanken offen legt, der etwas über das Wappen von "Beuerbach" aussagt. Dieses Wappen wurde leider nicht verwendet, satt dessen hat man Beuerbach und Bechtheim in einem Wappen vereint.

Zum Dokument "Beuerbacher Wappen"  PDF ( Doku von Oswald Wahl)


Das "Hofmanns-Tempelchen"

So wird es im Sprachgebrauch genannt. Die Bezeichnung kommt vom Mitgründer des Heimat und Verkehrsverein Beuerbach Karl Hofmann (Hanniersche Karl genannt), der auch lange der 1.Vorsitzende des Vereins war. Nach Unterlagen und Zeitungsberichten aus der Vergangenheit, wird es „Hofmanns-Turm“ bei der Einweihung genannt, die an Pfingsten um 1955 durch den „ Heimat und Verkehrsverein“ Beuerbach mit einem Fest statt fand. In der Mitte des Turmes befindet sich ein runder Tisch, deren Säule aus einem „Pumpenstock“ besteht, welcher früher an der Spitz-Ecke Hauptstraße (heute Wörsbachstraße) und Webergasse vor mehr als 200 Jahren seine Funktion als Wasser-Entnahmestelle hatte. In dieser Zeit gab es noch keine zentrale Wasserversorgung sprich Wasserleitungen, da wurde von den Bürgern das Wasser dort entnommen. Heute ziert an der vermutlichen Stelle symbolisch eine „Handpumpe“ mit einem kleinen, mit Blumen, bepflanzten Wasserbecken davor.

Die Beuerbacher Schule

Im April 1593 wurde erwähnt: „In Beuerbach war auch keine Schule eingerichtet, dort war schwer zu helfen“.  Während den Kriegswirren 1635 kam der Schulbetrieb zum erliegen und nach Ende des 30 jährigen Krieges, so um 1650, wurden die Bechtheimer und Beuerbacher Kinder in Wallrabenstein von Schulmeister „Severus Ginck“ bis 1656 unterrichtet. Erst 1710 wurde in Beuerbach eine Schule errichtet und im Jahre 1714 verlies der Schuldiener „Johann Georg Schmidt“ die Beuerbacher Schule. „Johann Georg Groß“  war als Schulmeister und Glöckner der Nachfolger welcher schon 1736 starb. Ihm folgte “Johann Georg Reinhardt“ der, wie sein Vorgänger Schneider war. Er war von 1732 bis 1736 in seinem Geburtsort Linter als Schuldiener tätig und von 1737 bis 1743 in Beuerbach. Der in Bechtheim wohnhafte „Johann Peter Schmidt“ folgte Ihm, der 1746 verstarb. Von 1746 bis 1767 war der „Johann Wilhelm Hofmann“ als Schuldiener eingesetzt und danach bis 1804 „ Johann Philipp Klein“. In diesen Jahren wurde der Wohnzustand bemängelt mi den Worten: “ Wilhelm Hofmann, Schuldiener von Beuerbach, sein Wohnhaus befinde sich in schlechtem Zustand, dergestalt verfallen, dass es kaum bewohnbar sei“. Der Schultheiß Müller von Beuerbach wurde daher 1792 gerügt, weil er das Versprechen nicht gehalten habe, die Schulstube, Küche und Abtritt 1791 zu errichten. Als Entschuldigung wurde der Kirchenbau (Katharinen-Kapelle1791-1793) dem Konsistorium vorgebracht, die u.a. alle Fuhrwerke beanspruchte. Laut Dekret im Juni 1792 wurde dem Schultheiß Müller mit Beginn der Schulerbauung auf das kommende Frühjahr anbefohlen. 1809 ließ der Idsteiner Amtmann Wernicke nichts Gutes an dem Beuerbacher Schultheis, es hieß:“In diesem Ort ist ein Elend und sind die dasigen Einwohner und dermalige Generation in der Schule sündlich im Rechnen und Schreiben versäumt worden, des Gerichtsschöffen Weyershäuser Sohn hat zwar als Soldat in Friedenszeit gedient, kann aber auch sehr wenig rechnen und schreiben, welches doch ein Hauptbedürfnis in diesem verwirrten Ort ist, dabei ist dessen moralischer Charakter übel geschildert worden so das sich die Gemeinde gegen diesen jungen Mann setzen würde, der noch ganz roh sei. Dahingegen ist Johann Ludwig Müllers Tochtermann namens Johann Peter Brand aus dem Usingischen (von Steinfischbach) ein ordentlicher und feiner Mann, im Rechnen und Schreiben erfahren, bringt ein ansehnliches Vermögen mit und übernimmt seines Schwiegervaters Hofreite und citirter 28 Morgen Güter“. Im April 1818 ereignete sich ein Brand am alten Schulhaus, der Zustand „war schrecklich und alt, dessen Einsturz zu befürchten“, hieß es. In der Scheune des Nachbarn Andreas Fischer brach das Feuer aus, welches überwiegend einäscherte. Nur durch schnelles Eingreifen und herbeieilten Bechtheimer und Wallrabensteiner Bürger, konnte die Feuerbrunst im Dorf vermieden werden. Im Oktober 1820 berichtete der damalige Schullehrer „Johann Philipp Alberti“: bezog ich die neuerbaute schule“. Meist bietend ersteigerte im Januar 1821 Johann Georg Hofmann in Beuerbach die dasige Gemeindeeigene Schulscheune für 286 Gulden. Im Jahre 1869 wurden 95 Schüler in der Beuerbacher Schule unterrichtet, 89 evangelische und 6 altluherische. Auf einen Vorschlag des königlichen Landratsamtes und der Schulbehörde, weigerte sich die Gemeinde Beuerbach 1904 mit seinen 437 Einwohnern, eine zweite Lehrestelle zu schaffen. Einstimmig sprachen sie sich bei einer Gemeinde-Versammlung dagegen aus. Es wurde auf die Verschuldung von 18.000 Mark hingewiesen, die Infolge des Wegebaues zwischen Beuerbach und Camberg entstanden sind. Man möge einer zweiten Lehrerstelle der Gemeinde doch einige Jahre Zeit lassen, hieß es noch. Ein Neubau des Schulgebäudes erfolgte im Jahre 1913, welches erhalten wurde bis zum Abbruch im Jahre 2000 stand.

Das Schulgebäude, das Feuerwehrgerätehaus mit Nebengebäuden (Heimat und Verkehrsverein) nebst Gelände wurde von dem Parlament der Gemeinde Hünstetten im gleichen Jahr für 260.000 Deutsche Mark an „zwei“ Hünstetter Bürger verkauft mit der Planung; “drei freistehende Ein-Familienhäuser und zwei Doppelhaushälften zu errichten“, so eine Pressemeldung aus dem Jahr 2000. Aber nach neueren Informationen war es nur „ein Beuerbacher“. Eigentlich sah die damalige Gemeinde-Vorstandsvorlage etwas anders aus. Das Areal sollte für 300.000 Mark an die Beuerbacher veräußert  werden, wobei die Gemeinde die Kosten für Kanal und Wasser übernommen hätte.  Der Beuerbacher Ortsbeirat sowie der Bauausschuss sollten über die Bau-Gestaltung der neuen Häuser informiert werden bevor der Bauantrag gestellt würde. Zweifel kamen auf, es zog sich alles zeitlich etwas hin und man befürchtete die Schule nie verkaufen zu können wenn es noch auf die lange Bank geschoben würde, hieß es. Aber der damalige Bürgermeister Helmut Schumann konnte die Sorge  nehmen, denn schließlich seien ja die  Käufer aus Beuerbach und werden sicher nichts planen was der Ortsbeirat nicht will. Außerdem müssten die neuen Häuser laut Paragraph 34 sich an der bestehenden Bebauung orientieren.

Man kann für die Beuerbacher Bürger Verständnis aufbringen, wenn vermutet wird dass ein schlechter Kaufvertrag ausgehandelt wurde oder der gleichen. Wie kann es sein, dass 11 Jahre nichts in Richtung Dorferneuerung passiert ist, denn ein „Bauhof“ mitten im Dorf ist nicht mehr zeitgemäß und hat schon gar nichts mit einer Dorferneuerung zu tun. Ein öder, unansehnlicher Platz zeigt heute den einstigen Standort der Schule „Beuerbach“. Es gibt/gab Informationen, dass dieses Gelände wieder zum Verkauf an steht. 

Quelle: Historischer Verein Hünstetten, Rudolf Wuschek, Pressebericht Idsteiner Zeitung von 2000 (bearbeitet von Eberhard Deis 2011)

Der Beuerbacher See

Im Jahr 1981/82 wurde mit den Arbeiten des heutigen Beuerbacher See`s begonnen. Ursprünglich war er nicht dort geplant wo er heute ist, sondern in der Unteren Bruchwiese zwischen Walters Wald und dem Kisterborn, hoch bis zum Weg von Laukes Höll. Mit einer Größe von ca. 1,5 ha entstand das Künstliche Gewässer in einem Wiesental, im Ried unterhalb der Dusenbach. Er wird von zwei Zuläufen gespeist, dem Schornbach und dem Klingelbach.  Der Schornbach wiederum hat vier Zuläufe, dem Beurerbach (Quelle ist gefasst im Wiesenbereich unterhalb dem Bechtheimer Oberholz), eine Quelle im Waldbereich nahe der Hünerstraße und eine am Eichelberg, dem Kneibach am Steinör (Quelle ist im ehemaligen Munitionslager) und dem Klingelbach zwischen dem Beuerbacher Kopf und Steinör.  An der Unteren Bruchwiese (Ortsausgang-Beuerbach nach Camberg) fliest noch der Gossbach in den Schornbach der dann in den Wörsbach mündet. Eine massive Holztafel mit dem eingefräßten Namen „ Beuerbacher-Erholungs-See“ ziert heute, am Überlauf des Sees, den Blick des heute viel besuchten Erholungs- und Freizeitgebietes. Rund um den See und in dem angrenzenden Wald findet man noch einen Wald- Lehrpfad mit vielen Informations-und Hinweistafeln.

Der Wörsbach

Er wird als Fluss in Hessen bezeichnet und ist ca. 24,5 km lang. Er entspringt bei der Stadt Idstein, am Südrand der Idsteiner Senke (NSG), in Nähe der Bundesautobahn A3, ehe er bei Brechen-Niederbrechen (Landkreis Limburg-Weilburg) in den Emsbach mündet. Er durchfließt die Stadt Idstein, den Idsteiner Stadtteil Wörsdorf, Hünstetten-Wallrabenstein, Hünfelden-Dauborn und Brechen-Werschau. Seine Quellhöhe liegt bei 340 m/ü NN und die Mündungshöhe in den Emsbach bei 140 m/ü NN. Neben seinem Mutterfluss Emsbach ist der Wörsbach der Hauptfluss der Idsteiner Senke und seine Zuflüsse sind : der Wolfsbach (rechts), 4,1 km, der Itzbach (links), 1,0 km, der Reiß-Graben (rechts), 0,5 km, der Fels-Graben rechts), 0,6 km, der Kesselbach (links), 6,5 km, der Langenbach (links), 1,0 km, der Hahnbach (links), 2,3 km, der Schornbach(links), 4,3 km, der Gebückgraben (links), 1,0 km, der  Spindelbach (Stinkerbach) (links), 1,7 km (mit Sintersbach 5,3 km) und der Neesbach (links), 3,0 km. Das Einzugsgebiet des Wörsbaches hat eine Gesamtfläche von 118,8 km².

Das Gebück

Ein Bollwerk, bestehend aus Erdwall, Graben, geflochtenem Strauch- und Baumwuchs

Ein Gebück (landschaftlich auch: Knick, Geknick, Hag, Gehag) ist ein natürliches Annäherungshindernis in Form einer undurchdringlichen Hecke. Diese wird erzeugt, indem junge Bäume gepflanzt werden, deren Stämme nach unten gebogen (gebückt) oder geknickt und miteinander verflochten werden. Meistens wurde ein Gebück durch Wälle und Gräben begleitet, um seine Schutzwirkung zu verstärken. Im Spätmittelalter wurden so Landesbefestigungen, Landwehr genannt, angelegt. Auch das Vorfeld einer Burg wurde oft durch Gebück gesichert. Die Gebücke wurden später nicht mehr gepflegt, so dass die jungen Triebe der Bäume ungehindert in die Senkrechte wachsen konnten. Dennoch sind z. B. vom Bechtheimer Gebück noch heute vereinzelte Bäume anhand ihres Alters und ihres vom früheren Bücken geprägten Wachstums als ehemaliger Teil der Anlage zu erkennen.

Nach einem Streit zwischen Diez und Nassau im 13.Jahrhundert wurde das Gebück um 1355 zum Schutz gegen Feinde erreichtet und bildete über Jahrhunderte die Grenze. Der einzige Durchgang könnte der Weg zwischen Ohren und Bechtheim in der Wolfsheck am Bechtheimer Schlag gewesen sein. Das Gebück verlief, beginnend am Wörsbach zwischen Dauborn (Eufingen) und Beuerbach, entlang der Hallbach (Gebückgraben), Katharienheck, Schanzenkopf, Wolfsheck und Oberholz bis zur Aar. Noch heute kann man an vielen Stellen  im Wald und Flur den Verlauf der Grenze erkennen, was auch die noch erhaltenen Grenzsteinen an und auf dem Wall zeigen. Heute bildet der Verlauf an fast allen Punkten die Grenzlinie zwischen den Gemeinden Hünfelden und Hünstetten. Mehr dazu in den folgenden Links.

http://de.wikipedia.org/wiki/Bechtheimer_Gebück


Hof Gnadenthal  <
vom Kloster über Domäne und Erbhof zur Kommunität>

Wenn man im Internet nach „Kloster Gnadenthal“ sucht, findet man noch drei Klöster unter dem Namen. Um eine Verwechselung zu vermeiden, hier dieser Hinweis. 

Kloster Gnadenthal (Schweiz) bei Niederwil im Kanton Aargau ist ein ehemaliges Kloster. Seit dem Ende des 13. Jahrhunderts lebten die Frauen der Gemeinschaft nach den Regeln des Zisterzienserordens. Nach einer vorübergehenden  Nutzung als Tabak- und Zigarrenfabrik ist im Kloster seit 1894 eine Pflegeanstalt eingerichtet, die durch moderne Gebäude ergänzt und sich heute «Reusspark» nennt.

Kloster Gnadenthal (Bayern) ist das Mutterhaus einer Gemeinschaft von Franziskanerinnen, die dem Dritten Orden des Hl. Franziskus angehören. Die Kongregation nennt sich Franziskaner-Tertiarinnen vom Hl. Johannes. Das Kloster befindet sich in Ingolstadt in Bayern in der Diözese Eichstätt.

Kloster Gnadental (Schwaben) Zisterzienserinnenkloster in Gnadental im Landkreis Schwäbisch Hall. Kloster Gnadental —„Vallis Gratiae“ —wurde von Konrad von Krautheim und seiner Gemahlin Kunigunde von Eberstein zunächst in Hohebach, unweit ihrer Burg Krautheim, gestiftet. Der Konvent wurde 1237 auf Bitten des Würzburger Bischofs Hermann I. von Lobdeburg vom Generalkapitel in Cîteaux dem Zisterzienserorden inkorporiert.

Kloster Gnadenthal (Hünfelden) Hof-Gnadenthal, Hofgut-Gnadenthal oder Kloster Gnadenthal, Begriffe die denselben Ort bezeichnen. Der Name „Gnadenthal“ kommt ursprünglich aus dem lateinischen „Vallis Gratiae“ (Vallis -Tal  und Gratiae-lat. Gratia- Gnade), vermutlich ist „Tal der Gnade „gemeint. Dieser bezeichnete Name wurde offensichtlich in der damaligen Zeit oft verwendet, so auch für dieses Kloster. Hof-Gnadenthal  liegt 185 m über NN (an der Kirche). In einem „toten Eck“, wie es früher genannt wurde, nicht sehr verheißungsvoll für Siedler. Eine öde, unfruchtbare Landschaft in einem kleinen Tal am Wörsbach. Aber das hatten sich die Zisterzienserinnen zum Anliegen gemacht, in verborgenen öden Tälern und Gegenden ihre Klöster zu errichten. „Vallis Gratiae“- Gnadenthal, so haben die Zisterzienserinnen diesen Ort im Taunus benannt. Gnadenthal wurde als Zisterzienserinnen-Kloster um 1230 durch Frauen gegründet. In einer Schenkungsurkunde Urk.813, datiert auf den 30. Nov. 1235 erhielten die Zisterzienserinnen von Heilsbruck von den miteinander verwandten Edelfreien Petrus von Dorndorf (Peter von Dehrn) und Kuno von Reifenberg, mit Zustimmung deren Frauen, alle Güter von Lindenholzhausen und Dauborn (Deruerne) mit Feldern, Wiesen und was sonst ihnen gehörte an Zins und Eigentum für die Gründung ihres Klosters. Es siegelten die Äbtissin Kunigunde von Heilsbruck, Konrad (Komtur des Deutschordens), Magister Salomo, Magister Stephan und beide Aussteller. Die Gründung sollte vor allem der Versorgung von Töchtern dieser reichen Gründer dienen. Die Größe des Konvents wird für die Phase von 1235 bis 1635 auf ca. 18 Äbtissinnen, 34 Nonnen, sowie eine Priorin und einigen Schwestern geschätzt. Zusätzlich eine unbekannte Zahl von Konversen (Konversen oder Laienbrüder sind Mönche). Die überwiegende Zahl von Äbtissinnen und Nonnen Gnadenthals stammten aus niederadligen Familien der Region, bereits im 14. Jahrhundert auch aus Bürgerfamilien der Frankfurter und Limburger Gegend. Damit nahm Gnadenthal vergleichsweise früh bürgerliche Frauen auf.

Ein Neues Gnadenthal beginnt…

1961 Im Jahr des Mauerbaues in Berlin beginnen zwei zölibatäre Brüder, Br. Gerhard Rötting und Br. Thomas Schmidt von Puskas am 21. Oktober das gemeinsame Leben in Hamswehrum/Ostriesland.

1964  Gründung der Schwesterngemeinschaft. Gründung des Vereins „Jesus-Bruderschaft e.V.“ vor dem Amtsgericht in Ludwigshafen.

1968-69 Beginn des Familienzweiges1968.  Die in Ludwigshafen 1969 gegründete Jesus-Bruderschaft e.V. wird nach Gnadenthal verlegt und erwirbt ein Teil der Klosteranlage, die hintere Hälfte des Äbtissenhauses von der Familie Welsch, mit den dazugehörigen Gebäuden sowie die Kirche. Am 20. Juli landeten zum ersten Mal Menschen auf dem Mond. Einen Tag später betrat ihn der erste Erdenmensch —Neil Armstrong, der amerikanische Astronaut der Mission Apollo 11 sprach die legendären Worte: „Das ist ein kleiner Schritt für den Menschen, ein riesiger Sprung für die Menschheit.“ 1969 ist auch das Hochzeits-Jahr des Verfassers.

1970 Der Bau von Stellparkplätzen für ca.33 Fahrzeuge  vor dem späteren „Haus der Stille“ wird begonnen. Ferner die Zufahrt und den Wendekreis für Rettungsfahrzeuge zu den Gebäuden werden angelegt.

1971-72  Errichtung des Brüderhauses. Mit Genehmigung von 2002 erfolgt eine umfangreiche Sanierung, welche 2003 abgeschlossen ist. Nutzung als Wohnhaus für den zölibatären Brüderzweig. Auch Appartements, Aufenthaltsräume, Gottesdienstraum, Seminarräume, Sakristei, Funktionsräume und andere mehr befinden sich im Gebäude.[22] 1972 Eine Gemeinschaft allein stehender Frauen in Bad-Camberg entsteht. Außenstationen der Jesus Bruderschaft im In- und Ausland werden gegründet. Der private Friedhof für 250 schlichte Grabstätten oberhalb von Gnadenthal gelegen wird nach Genehmigung vom 25.Okt. angelegt.

1973-1975 Errichtung vom „Haus der Stille“, laut Bauschein von 1972. Erweiterung der Nebengebäude 1980/82. Eine grundlegende Sanierung wurde 2000/01 durchgeführt. Hier befinden sich u.a. Seminarräume, Essenssaal, Lagerräume, Haustechnik und im Nebengebäude Gästezimmer und die Hauskapelle. Außenstationen im Ausland werden gegründet.

1978 Errichtung des „Werk- und Studienhauses“, nach Genehmigung von 1977 und bauliche Veränderungen mit Bauschein von 1988.  Nutzung für den Zölibatären Schwestern- und Familienzweig. Weiterhin sind Wohnappartements, Gemein-schaftsräume  und eine Hauskapelle integriert.

1984 Zwei weitere Höfe werden gekauft. Die Hofreite Müller (Nehemia-Hof) und die vordere Klosterhälfte (vordere Hälfte des Äbtissenhaus). Wiederaufbau der alten Klosteranlage mit Kirche (bis dahin als Kuhstall benutzt). Klosterhof und Äbtissinnen-Haus werden saniert. Wiederherstellung des Kloster-Dorfbildes.

1986 Eröffnung der Jugend und Familienbegegnungsstätte „Nehemia-Hof“. Zitat:“ Er wird neben Schulung  und Zubereitung  junger Menschen und Familien das Gast-Haus des Dorfes sein. Er soll zur Einkehr mitten in das leben der Geschwister im Dorf einladen“.

1987 Ein offener Boxenlaufstall für Kühe wird in Holzbauweise erstellt. Die, bis dahin in der Kirche untergebrachten Kühe, erhalten einen angemessenen Stall. Die Kirche wird restauriert und ihrem eigentlichen Nutzen zugeführt. Mit 90 Rhönschafen, noch vor wenigen Jahren vom Aussterben bedroht und 40 Heideschnucken zieht der Schäfer zur Landschaftspflege durch den Landkreis. Prof. Dr.-Ing. Klaus Henning von der RWTH Aachen erstellt in diesem Jahr die Studie „Dorfentwicklung Gnadenthal“.

1988 Nach Genehmigung vom 29. Nov erfolgt die Errichtung des „Friedenshaus“ auf dem privaten Friedhof [22] der Jesus Bruderschaft. Bis etwa in dieses Jahrzehnt hatten die Gnadenthaler kostenloses Wasser aus der eigenen Quelle. Wenn Schäden auftraten, mussten diese auch von ihnen beseitigt werden. Als der neue Bürgermeister Stauff kam, wurde Gnadenthal an die bestehende Wasserversorgung der Gemeinde angeschlossen.

1991 Das Werk- und Studienzentrum Hennersdorf  bei Chemnitz/Sachsen wird aufgebaut.

1993 Beginn der ökologischen Landwirtschaft, welche dem Bioland-Verband angeschlossen wird. Schwerpunkt: Milchkühe, Schafe zur Landschaftspflege Umweltbildung. Verleihung des Hessischen Denkmalschutzpreises für den Wiederaufbau von Dorf und Kloster Gnadenthal. Beginn des Wiederaufbaues von Kloster Volkenroda in Thüringen.

1996-98 Die Impulse aus Gnadenthal haben sich vervielfältigt. Auch in den neuen Bundesländern sowie im Ausland sind Einrichtungen der Gemeinschaft entstanden. Seit 1996 wird die gewonnene Milch an die Upländer Bauernmolkerei geliefert. 1998  Verleihung des Umweltpreises durch den Landkreis Limburg-Weilburg.

2005-07  Die Niederlassung in Volkenroda wird wirtschaftlich und juristisch selbstständig. Im Jahr 2007  erfolgt die Neustrukturierung des Vereins Jesus Bruderschaft  in Gnadenthal.

2008  Verleihung des Umweltpreises des Bund „Süße Orange“. Kriterium sind die Bereiche „Ökologische Landwirtschaft“, „Landschaftspflege“ und „Umweltbildung“. Die Größe der Landwirtschaft betrug zu dieser Zeit ca. 120 Hektar.

2009-2010 Eine neue Form der Zugehörigkeit zur Kommunität  beginnt. Verleihung der weiß-blauen Raute für Schutzwürdiges Kulturgut gemäß der Haager Konvention (Schutzstatus für den Kriegsfall) für das ehemalige Zisterzienserinnen-Kloster mit Klosterkirche und Äbtissinnen-Haus. Der gesamte „alte“ Klosterbereich steht unter Denkmalschutz. Im Jahr 2010 wurde der Jesus-Bruderschaft die „Hegemedallie“ in Bronce von dem Landesjagdverband Hessen e.V. verliehen.   Im Mai desselben Jahres feiert die Jesus Bruderschaft ihr 40 jähriges Bestehen „ Leben und Arbeiten in Gnadenthal“.

2011  Dieses Jahr gilt als Errichtungsdatum (21.10.11)  der „Stiftung“ Kloster Gnadenthal und ist der Anlass für das 50 jährige Jubiläum der Jesus Bruderschaft. Dementsprechend wird auch mit vielen Gästen gefeiert. Bruder Thomas Schmidt von Puskas, einer jener ersten Brüder, ist auch anwesend.

2013  Alle Gebäude haben sich seit dem vorigen Jahrhundert verändert. Manche sind nach den alten Plänen, Unterlagen oder Bilder wieder so hergestellt wie sie einst waren. Andere wiederrum sind neu aufgebaut oder umgebaut wie das Anwesen von Karl Müller, heute der „Nehemia-Hof“, dass man sie nicht wiedererkennen kann. Oder das Haus von Wilhelm Ott im Klosterhof wurde neu aufgebaut. Mit mehr oder wenigen Veränderungen hat man das Äbtissenhaus, die Kirche, die zwei Scheunen von 1853, den alten Kuhstall wie auch die zwei aneinander gebauten Scheunen von 1646 so erhalten wie sie einst waren. Von den sechs „Siedlungshäuser“ aus der Zeit 1935/36, wurden vier entweder umgebaut oder haben Anbauten und Aufstockungen bekommen. Nur das damalige „Landarbeiterhaus“ von Familie Dyck hat sich in der ursprüngliche Größe nicht verändert. Es wurde lediglich links ein Neubau- und rechts eine Garage vor die ehemalige Scheune gebaut. Ebenso das frühere Landarbeiterhaus von Christian Führer, heute Wohnhaus und Atelier, neben der Information/Cafeteria wurde in seiner Bauweise von 1935 wieder so hergestellt wie es seiner Zeit war. Nur ist heute keine Scheune mehr integriert, sondern ein Atelier und Kunstgalerie. Alles zusammen genommen ist Hof-Gnadenthal ein Ort geworden, den man heute mit viel Freude begegnen kann.

Fazit: Gnadenthal  erlebte seit dem 12. Jahrhundert viele Epochen. Aufbauzeiten, Blütezeiten, Zerstörung, Pest und Tod waren gegenwärtig. Früher einmal eine Klostereinheit, zerstört, geplündert und seit den 70er Jahren wieder hergestellt. Heute hat Gnadenthal 107 Einwohner, davon sind etwa 30% Mitglieder der Kommunität „Jesus Bruderschaft“ Gnadenthal. Die Mitglieder der Kommunität, Bewohner von Gnadenthal und Mitarbeiter aus der Umgebung arbeiten in verschiedenen Betrieben zusammen. Das Leben in der Kommunität ist geprägt durch Gebet, Gemeinschaft und Arbeit. Für ihren Lebensunterhalt kommen die Mitglieder selbst auf.  Kloster-Gnadenthal lebte in guten Zeiten in einer Einheit mit Freunden und  Helfern, mit gegenseitiger Hilfe. Zitat: „Wir Brüder, Schwestern und Familien der Jesus-Bruderschaft treten gern auf diese Weise in die Tradition der Zisterzienser ein, um Gnadenthal wieder als ein Ort der Sammlung und der Sendung aufzubauen und zu bewahren“.

Links zu Kloster Gnadenthal :  www.jesus-bruderschaft.de

                                             de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Gnadenthal_(Hessen)

Natur und Umwelt

Unsere Umwelt ist der Lebensraum ausdem wir alle unsere notwendige Energie schöpfen um uns von dem Alltagsstress etwas zu erholen, wenn man mal die Natur als Lebensraum bedrachtet. Die Wiesen, Wälder, Felder, Gewässer und andere mehr sind für uns mehr als es im ersten Augenblick erscheint. Jeder von uns vermag die Natur individuell erleben, der eine das Wasser oder die Berge, der andere die Wälder, Wiesen und Felder.
Es ist wohl jedem nicht entgangen das heute mehr denn je über unsere Umwelt gesprochen und diskutiert wird, über Maßnahmen zur Erhaltung der Natur auch Entscheidungen getroffen werden. Aber leider gibt es  Menschen, die einiges immer noch nicht begriffen haben und sich offensichtlich über den Schutz unsere Natur hinwegsetzen.
Man muß nicht nach Amerika oder China schauen, vor unserer Haustür, sprich unserem unmittelbaren Lebensraum, wird zum Teil die Umwelt mit Müll und Dreck belastet, der vermeidbar ist. Da fahren Menschen mit dem Auto oder anderen Transportmitteln ihren Müll spazieren um ihn bei günstig erscheinenden Plätzen, irgendwo in der Natur, los zu werden. Hierbei denken sie nicht an ihre Kinder oder an die kommenden Genarationen, denn sie werden dafür bezahlen. Mal von den Steuern abzusehen,die wir ja ALLE für deren Beseitigung bezahlen müssen.
Man kann nur hoffen das solche Menschen sich nicht selbst „zumüllen“  und daran ersticken, sondern sie zur Vernunft kommen und mit solchen vermeidbaren Umweltverschmutzungen aufhören.
Da ich oft in unserer Region zu Fuß unterwegs bin, habe und werde ich alle diese „wilden Deponien“ fotografieren und  veröffentlichen. Auch die mutwilligen  Beschädigungen und Zerstörungen von öffentlichen Einrichtungen, wie Hinweisschilder, Informationstafeln und dergleichen die Vandalen aus lauter Langweile anrichten werde ich,  wenn nötig, in der Presse veröffentlich und in jedem Fall den zuständigen Behörden melden bzw. zur Anzeige bringen.
Es darf nicht sein, dass wir Bürger für solche Vandalen Steuern Zahlen die sie dann auf diese Art verschwenden.

Köhlerei in Beuerbach

Unter Köhlerei versteht man die Herstellung von Holzkohle mit Hilfe eines Meilers.

Die Herstellung von Holzkohle ist seit mehr als 2500 Jahren bekannt. Die Köhlerei in Deutschland ist ein altes traditionsreiches Handwerk, das seit mehreren hundert Jahren vor allem in den deutschen Mittelgebirgen betrieben wurde. Aber auch im Taunus war die Köhlerei weit verbreitet. Die produzierte Holzkohle wurde als Reduktionsmittel bei der Herstellung von Metallen (Eisen, Zinn, Silber, Kupfer etc.) eingesetzt. Bis in die 30er Jahre des vorigen Jahrhunderts brannten die Kohlenmeiler in der Region. Tausende Meilerstätten in den Wäldern sind schon nicht mehr vorhanden oder durch Wegebau, forstwirtschaftliche Maßnahmen aber auch durch Jahrhunderte der Rodung zu Siedlungszwecken und Land-wirtschaftlicher Nutzung nicht mehr nachweisbar. Dieser Prozess wird sich weiter fortsetzen und ist unaufhaltsam. Nur wenige dieser Köhlerstandorte liegen so günstig, dass sie an Wanderwegen gekennzeichnet werden können. Wer aber mit offenen Augen durch unsere Wälder und Felder geht, kann an vielen Stellen Tätigkeitsnachweise des ehrwürdigen Köhlerhandwerks erkennen. Heute gibt es nur noch wenige Köhler und wenige aktive Köhlereien.

Erkennungsmerkmale eines historischen Platzmeilers sind die vom Hang abgetragenen, planierten, kreisrunden Meilerplätzen. Noch nach vielen Jahrzenten sind solche Plätze an der dunkel gefärbten Erde zu erkennen. In der Regel wurden die Meiler an windgeschützten Stellen, wo es Wasser gab, ausgesucht. Beim Einebnen der vorgesehenen Köhlerplätze musste folgendes beachtet werden:

• Der Hang durfte hierfür nicht zu steil sein.

• Der Untergrund sollte möglichst trocken und erdig, keinesfalls aber feucht oder felsig sein.

• Der Durchmesser der historischen Platzmeiler betrug ca. 8 bis 10 m.

Solche Erkennungsmerkmale kann man heute noch in der Rand-Gemarkung von  Beuerbach feststellen. Wenn die Felder abgeerntet und neu bestellt wurden für die neue Saat, sind deren Stellen am besten sichtbar, dann kann man mindesten vier solcher Platzmeiler-Stellen an der dunkel, kreisrunden Form auf der Gewann Katharinenheck erkennen (siehe Karte).

Bemerkung: Gewann ist der Begriff einer Flurform der Zelgen-gebundenen Dreiländerwirtschaft.

Die Geschichte des Köhlerhandwerks  PDF (Doku aus dem WEB)

Historische Straßen im Taunus  PDF  ( Übersicht der sechs wichtigsten Handelsstraßen)


Archäologie-Fund bei Beuerbach belegt Besiedlung in Hünstetten bis 4400 Jahre v. Chr.

Im Bereich der heutigen Gemeinde Hünstetten lebten schon vor über 4000 Jahren vor Christus Menschen. Durch einen archäologischen Fund bei Beuerbach, bestehend aus Gefäßscherben und Brandlehm sind aus den Vermutungen Fakten geworden. Bei einem Erdaushub für den Bau einer Maschinenhalle im Schornmühlweg (verlängerte Schornmühlstraße) waren eine leichte Bodenverfärbung und etwas Hüttenlehm zu sehen. Man fand auf der Südseite der Baugrube den Rest einer Grube. Dort stieß man auf Scherben mit Fingertupfenleisten und andere Scherben von Gefäßen aus der so genannten Michelsberger Kultur (etwa 4400 bis 3500 vor Christus) sowie Brandlehm. Die Funde wurden vom Landesamt für Denkmalpflege analysiert und mit dem Gutachten die Erlaubnis erteilt, die Fundstücke in den Räumen des Hünstetter Archivs aufzubewahren.  „Vergleichbare Besiedlungsspuren finden sich im gesamten Limburger Becken“, so Rudolf Wuschek, der das Hünstetter Archiv ehrenamtlich leitet. Die Beuerbacher Gefäßscherben der Michelsberger Kultur und der Brandlehm sollen im Rahmen der Ausstellung „40 Jahre Hünstetten“ im kommenden Jahr 2012 in einer Vitrine den Hünstettern gezeigt werden.

Quelle: Historischer Verein Hünstetten ( Text verkürzt E.Deis 2011)

Schornm├╝hle und Hirsch von 1952
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Eberhard Deis | eberhard.deis@gmail.com